• Acker- vs. Gewächshausboden

    Nun, kein ganz fairer Vergleich. Der angrenzende konventionell bewirtschaftete Acker links, unser Gewächshausboden rechts. Klarer Unterschied erkennbar, oder? Hat halt in den letzten Jahre viel Pferdemist und Kompost abgekriegt. Interessant finde ich aber auch dass obwohl schon ein bisschen Trockenheit bei uns, der Ackerboden dann doch noch recht feucht ist…

  • Der Waldgarten zum ersten Mal gefilmt

    Der SWR war zu Besuch, um »Permakultur« bei uns zu filmen: Gewächshäuser, Martkgarten, Waldgarten, Landwirtschaft. Das war jetzt das erste Mal dass der Waldgarten gefilmt wurde. Bin gespannt was dabei heraus kommt.

  • Sirup, Sirup, Sirup

    Ufff… ganz schöne Ladung gewesen… Holunder- und Rosensirup hergestellt. Komplett Handarbeit. Gar nicht so einfach. Sammle da eher gerade meine ersten Erfahrungen, v.a. was die Menge an produziertem Gut angeht. Und dann noch das Thema »haltbar machen«. Bin gespannt auf meine Fehler… 😉

  • Sibirische Kohl und Taubnessel

    Bin ja am Herumprobieren welche Bodenbedecker mit welcher Hauptkultur zusammen gut gehen. Weißklee und Mehrjähriger Buchweizen sind’s nicht gerade. Zumindest im ersten Jahr. Der Weißklee wird ja wohl über die Jahre etwas schwächer im Wachstum. Also mal schauen wie es nächstes und übernächstes Jahr aussieht. Der Sibirische Kohl (Brassica nabus var. pabularia) gedeiht nun gerade gut in der Taubnessel. Aber auch hier mal schauen wie es weiter geht.

  • Sonnenaufgang im Waldgarten

    War die letzte Woche täglich um kurz nach fünf morgens im Waldgarten, um in der Stille (naja, die Vögel sind schon ziemlich laut) und der Frische der Morgenstunden 1.5h zu arbeiten. Etwas Unkraut jäten, etwas ernten, etwas mulchen, die Zeit geniessen. Wunderschöne Atmosphäre.

  • Eine ganze Menge Wildkräuterpesto aus dem Waldgarten

    Ein bisschen was vom Waldgarten geerntet – Taubnessel, Wiesen-Knöterich, Winter-Heckenzwiebel, Ampfer, Zitronenmelisse, Staudenkresse, mehrjähriger Buchweizen, Brennnessel, Süssdolde, Beinwell, … – und der Küche geliefert. Die haben da eine etwas größere Menge Waldgarten-Pesto draus gemacht… 🙂 … 50 Liter, das sollte erst einmal reichen. Aber was mach ich mit all den anderen Pflanzen? Ich könnte gerade einfach mal das 20fache liefern… 🙂

  • Die jungen Samen des Wiesen-Knöterichs

    Die ausgereiften Samen des Wiesenknöterichs sind von der Form und Art dem Buchweizen recht ähnlich. Knackig, aber dann doch mit Schale – also suboptimal für Salate oder das Müsli. Aber wenn sie noch jung sind, die Blütenstände gerade am verwelken und die Samen am bilden, dann sind diese lecker nussig frisch. Manchmal bleibt etwas Schale im Mund – man muss den richtigen Zeitpunkt erwischen, scheint’s mir. Aber sicherlich ein super (lokales) Superfood!

  • Fichtenspitzen – lecker würzig!

    Sie wächst zwar nicht in meinem Waldgarten – aber nebenan. Und für die leckeren Fichtentriebe könnte man, sollten nicht ein paar in der Nähe wachsen, durchaus ein, zwei Bäume in einen größeren Waldgarten integrieren. Ich nutze sie ein bissl zum so direkt essen oder mit in den Salat reinschneiden, aber v.a. als Fichten-Salz. Sehr lecker rauchig-harzig-würzig.

  • Spargel – zu viel Mulch tut ihm nicht gut

    Na, das war wohl zu viel des Guten: Da haben wir den Spargel dick abgemulcht, ähnlich wie wir das bei den Kartoffeln machen. Und mich gewundert, warum der wochenlang nicht raus kam, der leckere Grünspargel. Dann mal ein bisschen gewühlt und fest gestellt, dass er durch die Mulchdecke zum größten Teil nicht durch kommt. Er windet sich, aber schafft es dann oft nicht bis an die frische Luft. Alternative, die ich jetzt mal ausprobiert habe, ist das Mulchen in den Reihen mit vorgerottete (und mit Stickstoff angereicherte) Sägespäne:

  • Die Ölweide – eine Bereicherung für den Waldgarten

    Ich habe verschiedene Ölweiden (Elaeagnus) im Waldgarten und in den Agroforststreifen gepflanzt. Denn sie sind gleichzeitig Stickstofffixierer, bilden wunderbare und kräftig duftende Blüten und im späten Herbst dann auch leckere (wenn auch meist kleine) Früchte zum Essen. Da sie mehr »Dienstleisterqualität« für mich besitzen, werde ich sie als Chop & Drop auch alle paar Jahre etwas einkürzen, damit sie nicht zu viel Platz wegnehmen.

  • Weißklee als Untersaat – zu welchem Gemüse?

    Immer nur alle Kulturen mit Heu zu mulchen ist auf die Dauer etwas aufwendig. Also sollte das Ziel, den Boden bedeckt zu halten, auch anders erreicht werden. Durch Untersaaten vor allen Dingen. Ob Gundermann, Wald-Erdbeere oder z.B. einem »Zwerg«-Weißklee. Aber so zwergig ist er nun auch wieder nicht, dieser Weißklee. Da geht der Staudenbuchweizen (Fagopyrum dibotrys), der eh immer spät dran ist, mit seinen kleinen Blättchen am Boden dann doch schnell unter. Hmmm… Suboptimal, täte ich sagen. Er wird schon noch drüber hinaus wachsen. Aber die Blätter am Fuße der Stengel werden dann doch auch deutlich schwieriger zu ernten sein. Und ich bin mir auch nicht sicher ob er dann…

  • Blühender Schnittlauch – (nicht nur) eine Augenfreude

    Der Schnittlauch – so eine zarte und bekannte Pflanze, aber doch so dekorativ und anziehend für Auge und Bienen und Hummeln. So lecker auch die Blüten für eine Schnittlauchbutter zum Beispiel. Und auch so schön nützlich als Markierung des Wegrandes. Also: Viele Gründe, Schnittlauch zu pflanzen!

  • Wunderbarer Flieder(geruch)

    Er riecht ja wunderbar, der Flieder. Nachdem ich nun gelesen habe, dass er auch essbar ist, dachte ich mir, ich probier ihn mal als Getränk aus. Einfach eine Blütendolde in die Karaffe. Sehr blumiges Aroma. Empfehlenswert.

  • Mulchen, jäten, pflanzen, ernten – im Waldgarten

    Kleiner Überblick über »den Neuen« (Waldgarten), wie er jetzt durch den Umzug eben neu am Entstehen ist. Gerade eine gute Zeit zu jäten, mulchen, aber auch (noch) zu pflanzen und zu ernten. Bis hin zum »Wald« (Hain, Park) mit Bäumen und großen Sträuchern ist’s (leider) noch ein langer Weg. Die nächste Erweiterung (die schwarze Folie) kommt dann im Herbst dazu, mit Spargel, Rhabarber, Meerrettich, Hopfen, Wein und anderen Gewächsen.

  • Wunderbares Wesen

    Was man so alles sieht, wenn man die Augen aufmacht und diese auch noch in der Nähe des Bodens hat… Wirkt schon fast ein bisschen ausserirdisch, dieses Lebewesen. So grün, am ganzen Körper. Und dann so blau, diese Augen. Weiss jemand was das ist? (Leider nicht ganz scharf geworden (sowas überfordert dann doch mein Handy).)

  • Gundermann – ein Flüchtling?

    Ich habe den Gundermann (oder die Gundelrebe, Glechoma hederacea) gerne als Bodenbedecker genutzt. In geringen Mengen findet er seinen Beitrag zum Salat, und kann ja ansonsten als Heilkraut verwendet werden. Was mir aber dieses Jahr deutlich auffiel: An der Stelle, wo er die letzten drei Jahre recht dicht stand, kommt er nicht mehr. Er ist über die Jahre weiter gewandert, und scheint sich auf neuem Terrain besser zu fühlen. Ist er also einer von denen, die, dicht gepackt, gar nicht über viele Jahre am gleichen Platz bleiben? Dann wäre er als Bodendecker natürlich nicht so gut bzw. nicht dauerhaft geeignet…

  • Die entflohenen Bienen (II)

    Keine 10 Minuten nach der Imker die Bienen von hier eingefangen hatte, entdeckte ich diesen zweiten Schwarm. Oder war es der erste, der wieder ausgebückst war? Nee, war dann doch wohl ein zweiter! Immer noch sehr fsazinierend!

  • Die entflohenen Bienen (I)

    Tse, da will ich gerade den Mulch verteilen, als es dann doch etwas laut und unruhig in der Nähe wird: Aha, ein ausgebüchster Schwarm Bienen. Schon immer wieder beeindruckend, diese Tiere, wie sie so zusammen halten und die Königin schützen, auf ihrem Wege zu einem neuen Zuhause! Kurze Zeit später kam unser Imker dann, nach Benachrichtigung von meiner Seite, um sie einzufangen.

  • Der Schaugarten im Waldgarten

    Mein Ding im Waldgarten sind ja die essbaren Stauden, also jene mehrjährigen Pflanzen die vor allem als Grün Verwendung finden können im Salat, Pesto, Smoothie-Pulver oder sonst wie. Der »Schaugarten«, an mehreren Stellen im Waldgarten umgesetzt und noch weiter geplant, ist jener Bereich, wo eben die große Vielfalt möglicher essbarer Stauden aufgezeigt wird. Was immer wieder zu großem Erstaunen führt: Dies und Jenes kann man essen?! Und so langsam kommt da auch was, so dass ich den Eindruck bekomme, dass der Weg, den wir da eingeschlagen sind, auch wirkungsvoll ist. Und die Bilder über die Zukunft, die ich bei der Planung im Kopf hatte, auch tatsächlich wirksam werden. Ich freue…

  • Grüner Spargel unter einer dicken Mulchschicht: Weißer Spargel

    Ueber den ersten Grünspargel hatte ich ja vor ein paar Wochen schon berichtet. Nun haben wir den aber vor ~3 Wochen dick unter eine Heuschicht gepackt, wegen der Unkraut-Unterdrückung. Letztere war durchaus erfolgreich. Nur kam seitdem kein Spargel mehr heraus. Heute dann mal drunter geschaut, und was sehe ich: Weißen Spargel! Nun klar, ohne Licht, wird er nicht grün! Zum Glück auch (denke ich im Moment) treibt er nur langsam aus, da wir die letzten Nächte Frost hatten. Soll sich lieber mal an unsere Schwäbisch-Sibirien gewöhnen und lieber was langsamer wachsen… 🙂

  • Der Winter zieht wieder ein (I)

    Da haben es manche Gewächse bei uns schon schwer… Und gerade solche, die frisch von den Staudengärtnereien kommen, und dann doch erst mal wieder einen auf den Kopf gehauen kriegen… Manche Pflanzen täte ich erst nach den Eisheiligen pflanzen (wobei wir auch schon noch Anfang Juni Frost hatten) – aber da kann der Boden auch schon wieder so trocken sein, dass Nichts gepflanzt werden kann.

  • Käferchen, was machst du auf meiner Staudenkresse?

    Wer hätte das gedacht – die Staudenkresse ist nun wirklich ein scharfes Kraut, sehr gut geeignet für eine Wasabi-Paste. Und wen finde ich dort? Kleine Käferchen, die sich am Grün gütlich tun. Wie mir mitgeteilt wurde handelt es sich höchstwahrscheinlich um Erdflöhe( https://de.wikipedia.org/wiki/Erdflöhe, https://de.wikipedia.org/wiki/Großer_Rapserdfloh). Erdflöhe sind Käfer, die man im Garten vor allem an Kreuzblütlern (neben Staudenkresse z. B. Kohl, Radieschen, Rettich, Asia-Salate) findet. Na, des mog i aber net! Vögel, wo seid ihr?! Ihr dürft ganz viel fressen! 🙂

  • Vorbereitungen für die Waldgarten-Erweiterung im Herbst

    Vom Winde verweht… immer wieder mal zusätzliche Arbeit weil die Folien, obwohl mit zig Paletten Steinen beschwert, dann doch stürmischen Böen nicht stand halten. Die Böen von vor ein paar Tagen haben zumindest mal den Blick auf den Boden erlaubt – erste deutliche Effekte auf »verringertes Wachstum« sind klar erkennbar. Gewisse Wurzelunkräuter allerdings brauchen noch etwas Ausdauer (meinerseits), bevor sie »aufgeben«. Leider keine ganz safte Methode – aber ich wüsste keine Andere (ausser Glyphosat sprühen, ahem). Neben den 800m2 die schon bepflanzt sind, sind dies nun weitere 1.000m2, die im Herbst 2019 und Frühjahr 2020 unter Kultur genommen werden, u.a. mit (viel!) Spargel, Meerrettich, Brennnessel, Hopfen, Wein, Topinambur und noch…

  • Ach, ach, die Quecke

    Kooperation statt Bekämpfung – bei der Quecke fällt mir das schwer. Habe ich durch die Fläche wo ich pflanze durch die Abdeckung mit Bändchengewebe von März bis Oktober fast komplett sauber gekriegt, so drängt sie doch sehr gerne von der Seite rein. Das bisher einzige Rezept, welches ich dagegen gefunden habe, sind mindestens zwei Reihen Beinwell. Der macht so dich unten drunter, dass die Quecke da quasi nicht mehr durch kommt. Allerdings: Es braucht auch Zeit bis der Beinwell groß genug ist. Weshalb ich nun eine Randbegrenzung doch wieder mit Bändchengewebe abgedeckt und Löcher reingemacht habe, durch die der Beinwell wachsen kann. Das erschien mir nun doch als sicherste Maßnahme.…

  • Der Grünspargel – nicht nur was für warme und sandige Landstriche

    Wir wohnen in Schwäbisch-Sibirien – kalt, windig. Kein Weinbauklima, wirklich! Obwohl, auch der Wein wächst bei uns – dazu später mal mehr. Und: Unser Boden ist tonig-lehmig, schwerer geht es kaum noch. Und obwohl gerade erst vor wenigen Wochen den Grünspargel erst gepflanzt (er kommt jetzt ins dritte Jahr), so kommen nun schon die ersten (zarten) Triebe. Wunderbar zum roh essen. Aber auch lecker kurz in der Pfanne geschwenkt als kleine Vorspeise. Mit etwas grob gemahlenen Parmesan drüber, sehr lecker!

  • Hopfen-Triebe: eine kleine Delikatesse

    Bei uns im Waldgarten fängt die Hopfen-Saison früher an als bei den Biertrinkern. Die feinen Triebe im Frühjahr sind eine kleine Delikatesse. Sanft im Geschmack, leicht in Butter angebraten, sind sie ein Amuse-geule – eine Augen- und Gaumenweide. Ein paar Tropfen Zitrone drauf. Oder vielleicht beim nächsten Mal mit einer sanften Bierschaumsauce oder in einem weichen Weißwein geschwenkt. Hmm… sehr lecker.

  • Taglilien (nicht ganz) in Reih und Glied

    Taglilien find ich ja wunderbar. Die Blüten sehen so unglaublich schön aus. Und schmecken so fein! Und verzieren dabei jeden Salat oder den Buffettisch. Auch die Knospen, roh oder kurz in der Pfanne in Butter geschwenkt – köstlich! Jetzt dürfen sie auch aus dem alten in den neuen Waldgarten wandern, und dabei haben wir nun, im Gegensatz zu vorher, Wege »eingebaut«. Denn es war dann doch ziemlich herausfordernd (und bei manchen Menschen gar ein Ding der Unmöglichkeit) beim Ernten der Knospen und Blüten auf die Pflanzen drum herum (bzw. unten drunter) zu achten, und sie nicht zu zertreten. Deswegen nun also mit Wegen – in die sie auch hinein wachsen…

  • Die zwei Blätter des Meerrettichs

    Ich nutze den Meerrettich seit einigen Jahren mehr zur Blatt- als zur Wurzelgewinnung. Letzteres ist mir noch etwas zu umständlich, auch wenn ich das normale Verfahren bei unserem tonigen Boden sowieso nicht als machbar ansehe. So grabe ich hier und da mal ein Seitenwurzelstück ab, welches ich dann reibe. Aber die Blätter – die kommen in jeden meiner Salatmischungen mit hinein. Sie geben ihm dann noch mal eine gewisse Würze – oder besser Schärfe, denn die Blätter besitzen eine ähnliche Würzschärfe wie die Wurzel. Faszinierend finde ich bei diesem Gewächs die unterschiedliche Blattformen – die »normalen« stielförmigen Blätter, wie aber auch diese fiedrigen. Sehr spannend, was sich die Natur da…

  • Was für eine Wurzel bei der Bauernstockrose

    Ho, da musste ich schon richtig buddeln, um diese Stockrose (Alcea rosea) auszubuddeln. Wusste gar nicht dass die solche Pfahlwurzeln haben. Echt beeindruckend. Man kann ja die (jungen) Blätter in den Salat schneiden (naja, was Struktur und Geschmack angeht), wie auch die Blüten. Aber auch die Wurzeln können verwendet werden (Pfaf.org) – hat damit schon jemand Erfahrungen?

  • Die Erle als Stickstofffixierer im Waldgarten

    Kooperation statt Konkurrenz ist das neue Bild welches wir uns mehr und mehr von der Natur machen. Wobei, »statt« stimmt da nicht so ganz. Aber das Bild vom »Überleben des Fittesten« à la Darwin ändert sich zunehmend, und überall entdecken wir Beispiele von Zusammenarbeit. Gerade der Boden, und mit ihm die Wald- und Wiesenpflanzen, sind eine grandiose Fundgrube solcher Kommunikations- und Austauschplattfformen. (Dazu kann ich z.B. das Buch »Mycorrhizal Planet« wärmstens empfehlen, oder Peter Wohllebens Buch »Das geheime Netzwerk der Natur« oder »Das geheime Leben der Bäume«.) Unter dieser Prämisse kann es vorteilhaft sein, Stickstoff fixierende Pflanzen in den Waldgarten zu integrieren. Das mache ich v.a. über die Erle –…

  • Die Fetthenne

    In vielen Vorgärten steht sie, und kaum einer weiß dass sie eßbar ist, die Fetthenne (z.B. Sedum telephium). Vielleicht nicht gerade die große Entdeckung was das Gaumenvergnügen angeht, da sie vom Geschmack her eher etwas konservativ daher kommt. Jedoch durch ihre Struktur, die dickfleischigen Blätter, eine interessante Zugabe zu einem Salat. Oder, wie bei uns im letzten Sommer, als Amuse gueule (Gaumenfreude/Appetithappen) beim Hochzeitsbuffet, gefüllt mit Cashewmus und garniert mit Physalis und Preiselbeere-Sauce.

  • Der Meerkohl

    Ein faszinierendes Gewächs, welches sich gerade noch in Bescheidenheit und Vorsicht übt – denn es werden noch einige Fröste bei uns kommen. Der Meerkohl (Crambe maritima) ist mein bevorzugtes Kohlgemüse im Frühjahr, wobei ich selbst kein großer Kohlfan bin. Aber so zart, so geschmackvoll – wem nach dem langen Winter immer noch der Sinn nach Kohl steht, der findet hier eine wunderbare Pflanze. Und der Höhepunkt sind die Blütendolden, die sich im späten Frühjahr schon bilden, und die dem Brokkoli in Aussehen und Geschmack ähnlich sind. Jedoch zu einer Zeit, wo unser Brokkoli noch weit davon entfernt ist, geerntet zu werden. Gut, man muss vielleicht schon anfügen, dass diese Dolden…

  • Die Süßdolde zeigt sich zart & sanft

    Ach ja, das lange Warten hat ein Ende – für die Pflanzen und für mich selbst auch. Endlich, Frühjahrsbeginn, und wir wollen alle loslegen. Die Süßdolde in ihrer Zartheit und Eleganz, ist für mich wie eine kleine Königin unter meinen Mehrjährigen. Wunderschön anzusehen, ein Kunstwerk der Natur, einem Farn nicht unähnlich, und dabei so wohl schmeckend und vielseitig verwendbar. Ich freue mich über dieses erste Zucken meiner kleinen Hoffnungsträger… 🙂

  • Reisanbau?

    Tja, Swimmingpool oder Reisanbau, ist nun die Frage… Nachdem es – endlich – in guten Mengen geregnet hat, sind die ausgebaggerten Löcher, die eigentlich für die nächste Reihe Winterlinden gedacht waren, voll gelaufen. Aber nicht von oben nach unten – sondern es hat das Wasser von unten nach oben gedrückt, durch den ansteigenden Grundwasserspiegel bzw. die dichte Tonschicht, die den Unterboden bildet. Woran man gut erkennen kann, was die Pflanzen hier bei uns auszuhalten haben, wenn es die Wetterbedingungen mal nicht »durchschnittlich« sind…