Ich möchte Brennnessel haben. Ja, sie wächst da, wo man sie nicht haben will. Aber dort, wo man sie haben will, will sie sich nicht etablieren. Wir helfen etwas nach mit Kompost und Sägespäne, die in Urin getränkt ist. Wie auch Hühnermist, der bald noch dazu kommt. Dann sollte einer dichten Kultur eigentlich nichts mehr im Wege stehen… 🙂
Im Anschluss an den Waldgarten habe ich nun einen Obst-Waldgarten angefangen. Soll eine wunderschöne Sammlung seltener Sträucher und Bäume werden. Dabei fiel mir vorige Tage auf, dass ein ungebetener Gast wohl den Sibierischen Erbsenstrauch mag, den an mindestens zwei Stellen hat er sich geschabt, wenn ich das richtig sehe. Also, ein junger Hirsch, der hier sein »Hörner« wetzt… Solange er das nicht an den Obstbäumen macht, habe ich damit kein Problem. Aber wehe er wagt
Die Saison startet gerade erst. Und immer wieder überraschend, wie lange der Beinwell (in der Mitte des Bildes) braucht, bis er dann anfängt zu wachsen. Die Taglilie hat durch einen späten und tiefen Frost eins auf’s Haupt gekriegt. Wird sich hoffentlich noch berappeln. Die Bäume sind leider noch zarte Bäumchen… wird noch was brauchen bis hier der Eindruck eines Haines oder eines Parks entsteht, wie es im »Wald«garten ja sein sollte.
Viel, viel Taubnessel…
Im Vordergrund der Wiesenknöterich. Weiter hinten links die Taglilie. Weiter rechts die Taubnessel.
Endlich schiebt er seine ersten Köpfchen heraus, unser Grünspargel. Dabei sieht er erst einmal so aus wie der violett-farbene. Oder ist er’s sogar? Weiter unten wird er grün. Bin gerade unklar, was wir da letztes Jahr gepflanzt haben. Aber große Freude!
Er wächst gut, keine Frage. Aber eine richtige Verwendung habe ich für ihn noch nicht. Da er viel Oxalsäure hat, was man an den weissen Kügelchen unter’m Blatt merken kann, ist er für den Rohverzehr nicht so recht geeignet. Gut waschen, besser noch kurz blanchieren. Dann auch als Spinat verwendbar. Habe aber selbst noch nicht richtig Erfahrungen damit gemacht. Die Nüsse/Samen sind sicherlich auch gehaltvoll, und enden bei mir im Salat oder Müsli.
Ein kleiner Blick in den Salatkorb. Endlich nun volle Saison. Taubnesseln, Wiesenknöterich, Spitzwegerich, Löwenzahn, Ampfer, Winterheckenzwiebel, Gelber Lauch, Rankespinat, Süssdolde, … Ich könnte jeden Tag ein paar Kilo sammeln – aber soviel essen wir in der Gemeinschaft auch nicht. Demnächst kommt’s dann in die Maschine für Pesto machen… Und zum Trocknen… Lokales Superfood und sau-lecker!
Wow, wunderschöner Blick: Taubnessel, soweit das Auge reicht… 🙂 … Erst einmal genug für Salat, Pesto und Lasagne.
Ganz neu »im Angebot«: Die Junkerlilie (Asphodeline lutea). Zwar schon vor Jahren gepflanzt, aber noch nie probiert. Jetzt immer mal wieder geerntet: sehr zart im Geschmack, etwas Schnittlauch, etwas Erbse. Sehr lecker! Und auch noch dank anderer Struktur als Schnittlauch etwas »bissfester« beim Kauen.
Ach, immer wieder schön anzusehen, wie der Rhabarber wächst! Faszinierende Formen und Farben!
In einem meiner Schaugarten-Bereiche brauche ich einen schönen Baum, der aber nicht zu viel Schatten wirft. Eigentlich wollte ich eine Vogelbeere dort haben – aber die scheinen bei uns nicht so gut mit dem dichten Unterboden zurecht zu kommen. Die Felsenbirne scheint besser damit zurecht zu kommen. Deswegen hat nun die etwas enger wachsenden Felsenbirne »Obelisk« (Amelanchier alnifolia) dort ihren Platz gefunden. Die Früchte sind wirklich lecker!
Eine mehrjährige Staude par excellence! Der Spargel, v.a. als Grünspargel, weil einfach »anzusetzen«. Gut, der Anfang ist etwas aufwändig. 40cm tiefen Graben buddeln, Kompost rein, Erde rein, Spargel rein, Erde & Kompost drauf. Drei Jahre warten, bis sie sich etabliert hat. Aber dann…. über viele Jahre kann geerntet werden. Hier nun unser zweites Beet mit vier Reihen, 320 Pflanzen. Wir freuen uns auf die Ernte!!
Das habe ich bisher noch nicht gemacht: Die Taglilie (Hemerocallis fulva) in Grün für den Salat. Bisher habe ich immer brav gewartet, bis im Sommer die Blüten kommen. Nun aber, weil die erste Mischung zusammen gestellt aus verschiedenem Grün des Waldgartens, mussten einige Triebe der Taglilie auch dran glauben. Sehr schmackhaft, sanft, aber doch strukturiert, leicht nach Erbse schmeckend. Sehr lecker!
Habe über all die Jahre versucht, die Barbarakresse (Barbarea vulgaris} bewusst zu kultivieren. Fehlanzeige. Kaum zu managen. Jedoch, erfreulicherweise, keimt sie hier und dort immer wieder von selbst auf. Und bildet im zeitigen Frühjahr (wie teilweise auch im Winter noch/schon) schöne Rosetten, die wunderbar zu ernten sind. Tolles Kraut!
Kleiner Beitrag zu unserem Marktgarten-System für den Anbau von einjährigem Gemüse, und direkt auf der anderen Straßenseite den Waldgarten, der sich auf den Anbau von mehrjährigem Gemüse (und Obst) konzentriert. Der Beitrag streift leider nur Vision und Umsetzung – aber immerhin, gibt erste Einblicke in die Herangehensweise und Grundverständnisse, zumindest beim Marktgarten. Der Waldgarten kommt dann doch sehr kurz nur dran.
Und die zweite Produktserie aus dem Waldgarten sind die verschiedenen Sirups. Besonders erfreut bin ich über den Rosenblüten- und den Colarauten-Sirup. Echt was Besonderes!
Nach einer reich(haltig)en Saison, gibt es nun bei uns im Hofladen und auf einem Weihnachtsmarkt das »Grüne Smoothie Pulver« zu verkaufen. Lokales Superfood aus dem Waldgarten, für die Winterzeit, wo es nur noch wenig frisches Grün gibt. Ob nun als Smoothie, oder über den Frischkornbrei beim Frühstück, oder im Joghurt-Salatdressing – nicht nur schön anzusehen, sondern v.a. gesunde Power aus dem Sommer!
Die essbaren Ölweiden (Elaeagnus sp.) sind ziemlich hip in der Permakultur-Gemeinschaft. Elaeagnus multiflora, umbellata, commutata, angustifolia… Zum einen arbeiten sie mit Knöllchenbakterien zusammen, um akkumulieren Stickstoff, und sind daher sinnvoll in Waldgärten oder Agroforststreifen zu integrieren. Sie blühen schön und ziehen Insekten an. Und ihre Früchte sind oft recht schmackhaft. Haben oft was von roter Johannisbeere mit einem Hauch von Erdbeere und Heidelbeere. Jedenfalls, sehr interessant, wenn auch nicht wirklich – so wie ich das
Der Herbst kommt, die Pflanzen im Waldgarten ziehen sich zurück… Und wir haben es endlich geschafft ein Schild aufzustellen, in unserer Serie am Hof, um Neugierigen ein paar Informationen über dieses Projekt zur Verfügung zu stellen.

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