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Die Erle als Stickstofffixierer im Waldgarten

Kooperation statt Konkurrenz ist das neue Bild welches wir uns mehr und mehr von der Natur machen. Wobei, »statt« stimmt da nicht so ganz. Aber das Bild vom »Überleben des Fittesten« à la Darwin ändert sich zunehmend, und überall entdecken wir Beispiele von Zusammenarbeit. Gerade der Boden, und mit ihm die Wald- und Wiesenpflanzen, sind eine grandiose Fundgrube solcher Kommunikations- und Austauschplattfformen. (Dazu kann ich z.B. das Buch »Mycorrhizal Planet« wärmstens empfehlen, oder Peter Wohllebens Buch »Das geheime Netzwerk der Natur« oder »Das geheime Leben der Bäume«.)
Unter dieser Prämisse kann es vorteilhaft sein, Stickstoff fixierende Pflanzen in den Waldgarten zu integrieren. Das mache ich v.a. über die Erle – eher gemeinhin unbekannt, dass sie mit dieser Funktion dienlich sein kann -, aber auch über den sibirischen Erbsenstrauch, den (giftigen!) Goldregen oder (im Versuchsstadium) den (giftigen) Ginster. Die Erle wird aufgeastet, sodass die Krone klein bleibt. Und wenn der Baum zu groß wird, wird er gefällt. Genutzt werden kann er aber vorher auch noch als Klettergerüst für Kiwis, Wein oder Hopfen! Auf dem Foto sieht man gut die Knöllchenbakterien.

2 Comments

  • Lisa

    Wir haben auch einige Erlen im Waldgarten dazwischengepflanzt. Als weiteren stickstoffsammelnden Strauch hat sich bei uns die Ölweide absolut bewährt! Wächst superschnell, kommt auch mit unseren schweren Böden zurecht und bringt auch noch eine tolle Beeren-Ernte recht spät im Jahr. Die gelbe Sorte haben wir im November noch vom Strauch genascht. Super empfehlenswert!

    • Stefan

      Ja, die verschiedenen Oelweiden sind auch gut zu nutzen. Brauchen halt deutlich mehr Platz. Sibirischer Erbsenstrauch ist auch empfehlenswert – beim Chop & Drop tut’s dann nicht so weh wie bei der Oelweide, wenn sie zu breit/groß wird.

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