• Ach, ach, die Quecke

    Kooperation statt Bekämpfung – bei der Quecke fällt mir das schwer. Habe ich durch die Fläche wo ich pflanze durch die Abdeckung mit Bändchengewebe von März bis Oktober fast komplett sauber gekriegt, so drängt sie doch sehr gerne von der Seite rein. Das bisher einzige Rezept, welches ich dagegen gefunden habe, sind mindestens zwei Reihen Beinwell. Der macht so dich unten drunter, dass die Quecke da quasi nicht mehr durch kommt. Allerdings: Es braucht auch Zeit bis der Beinwell groß genug ist. Weshalb ich nun eine Randbegrenzung doch wieder mit Bändchengewebe abgedeckt und Löcher reingemacht habe, durch die der Beinwell wachsen kann. Das erschien mir nun doch als sicherste Maßnahme.…

  • Der Grünspargel – nicht nur was für warme und sandige Landstriche

    Wir wohnen in Schwäbisch-Sibirien – kalt, windig. Kein Weinbauklima, wirklich! Obwohl, auch der Wein wächst bei uns – dazu später mal mehr. Und: Unser Boden ist tonig-lehmig, schwerer geht es kaum noch. Und obwohl gerade erst vor wenigen Wochen den Grünspargel erst gepflanzt (er kommt jetzt ins dritte Jahr), so kommen nun schon die ersten (zarten) Triebe. Wunderbar zum roh essen. Aber auch lecker kurz in der Pfanne geschwenkt als kleine Vorspeise. Mit etwas grob gemahlenen Parmesan drüber, sehr lecker!

  • Hopfen-Triebe: eine kleine Delikatesse

    Bei uns im Waldgarten fängt die Hopfen-Saison früher an als bei den Biertrinkern. Die feinen Triebe im Frühjahr sind eine kleine Delikatesse. Sanft im Geschmack, leicht in Butter angebraten, sind sie ein Amuse-geule – eine Augen- und Gaumenweide. Ein paar Tropfen Zitrone drauf. Oder vielleicht beim nächsten Mal mit einer sanften Bierschaumsauce oder in einem weichen Weißwein geschwenkt. Hmm… sehr lecker.

  • Taglilien (nicht ganz) in Reih und Glied

    Taglilien find ich ja wunderbar. Die Blüten sehen so unglaublich schön aus. Und schmecken so fein! Und verzieren dabei jeden Salat oder den Buffettisch. Auch die Knospen, roh oder kurz in der Pfanne in Butter geschwenkt – köstlich! Jetzt dürfen sie auch aus dem alten in den neuen Waldgarten wandern, und dabei haben wir nun, im Gegensatz zu vorher, Wege »eingebaut«. Denn es war dann doch ziemlich herausfordernd (und bei manchen Menschen gar ein Ding der Unmöglichkeit) beim Ernten der Knospen und Blüten auf die Pflanzen drum herum (bzw. unten drunter) zu achten, und sie nicht zu zertreten. Deswegen nun also mit Wegen – in die sie auch hinein wachsen…

  • Die zwei Blätter des Meerrettichs

    Ich nutze den Meerrettich seit einigen Jahren mehr zur Blatt- als zur Wurzelgewinnung. Letzteres ist mir noch etwas zu umständlich, auch wenn ich das normale Verfahren bei unserem tonigen Boden sowieso nicht als machbar ansehe. So grabe ich hier und da mal ein Seitenwurzelstück ab, welches ich dann reibe. Aber die Blätter – die kommen in jeden meiner Salatmischungen mit hinein. Sie geben ihm dann noch mal eine gewisse Würze – oder besser Schärfe, denn die Blätter besitzen eine ähnliche Würzschärfe wie die Wurzel. Faszinierend finde ich bei diesem Gewächs die unterschiedliche Blattformen – die »normalen« stielförmigen Blätter, wie aber auch diese fiedrigen. Sehr spannend, was sich die Natur da…