• Was für eine Wurzel bei der Bauernstockrose

    Ho, da musste ich schon richtig buddeln, um diese Stockrose (Alcea rosea) auszubuddeln. Wusste gar nicht dass die solche Pfahlwurzeln haben. Echt beeindruckend. Man kann ja die (jungen) Blätter in den Salat schneiden (naja, was Struktur und Geschmack angeht), wie auch die Blüten. Aber auch die Wurzeln können verwendet werden (Pfaf.org) – hat damit schon jemand Erfahrungen?

  • Die Erle als Stickstofffixierer im Waldgarten

    Kooperation statt Konkurrenz ist das neue Bild welches wir uns mehr und mehr von der Natur machen. Wobei, »statt« stimmt da nicht so ganz. Aber das Bild vom »Überleben des Fittesten« à la Darwin ändert sich zunehmend, und überall entdecken wir Beispiele von Zusammenarbeit. Gerade der Boden, und mit ihm die Wald- und Wiesenpflanzen, sind eine grandiose Fundgrube solcher Kommunikations- und Austauschplattfformen. (Dazu kann ich z.B. das Buch »Mycorrhizal Planet« wärmstens empfehlen, oder Peter Wohllebens Buch »Das geheime Netzwerk der Natur« oder »Das geheime Leben der Bäume«.) Unter dieser Prämisse kann es vorteilhaft sein, Stickstoff fixierende Pflanzen in den Waldgarten zu integrieren. Das mache ich v.a. über die Erle –…

  • Die Fetthenne

    In vielen Vorgärten steht sie, und kaum einer weiß dass sie eßbar ist, die Fetthenne (z.B. Sedum telephium). Vielleicht nicht gerade die große Entdeckung was das Gaumenvergnügen angeht, da sie vom Geschmack her eher etwas konservativ daher kommt. Jedoch durch ihre Struktur, die dickfleischigen Blätter, eine interessante Zugabe zu einem Salat. Oder, wie bei uns im letzten Sommer, als Amuse gueule (Gaumenfreude/Appetithappen) beim Hochzeitsbuffet, gefüllt mit Cashewmus und garniert mit Physalis und Preiselbeere-Sauce.

  • Der Meerkohl

    Ein faszinierendes Gewächs, welches sich gerade noch in Bescheidenheit und Vorsicht übt – denn es werden noch einige Fröste bei uns kommen. Der Meerkohl (Crambe maritima) ist mein bevorzugtes Kohlgemüse im Frühjahr, wobei ich selbst kein großer Kohlfan bin. Aber so zart, so geschmackvoll – wem nach dem langen Winter immer noch der Sinn nach Kohl steht, der findet hier eine wunderbare Pflanze. Und der Höhepunkt sind die Blütendolden, die sich im späten Frühjahr schon bilden, und die dem Brokkoli in Aussehen und Geschmack ähnlich sind. Jedoch zu einer Zeit, wo unser Brokkoli noch weit davon entfernt ist, geerntet zu werden. Gut, man muss vielleicht schon anfügen, dass diese Dolden…

  • Die Süßdolde zeigt sich zart & sanft

    Ach ja, das lange Warten hat ein Ende – für die Pflanzen und für mich selbst auch. Endlich, Frühjahrsbeginn, und wir wollen alle loslegen. Die Süßdolde in ihrer Zartheit und Eleganz, ist für mich wie eine kleine Königin unter meinen Mehrjährigen. Wunderschön anzusehen, ein Kunstwerk der Natur, einem Farn nicht unähnlich, und dabei so wohl schmeckend und vielseitig verwendbar. Ich freue mich über dieses erste Zucken meiner kleinen Hoffnungsträger… 🙂

  • Reisanbau?

    Tja, Swimmingpool oder Reisanbau, ist nun die Frage… Nachdem es – endlich – in guten Mengen geregnet hat, sind die ausgebaggerten Löcher, die eigentlich für die nächste Reihe Winterlinden gedacht waren, voll gelaufen. Aber nicht von oben nach unten – sondern es hat das Wasser von unten nach oben gedrückt, durch den ansteigenden Grundwasserspiegel bzw. die dichte Tonschicht, die den Unterboden bildet. Woran man gut erkennen kann, was die Pflanzen hier bei uns auszuhalten haben, wenn es die Wetterbedingungen mal nicht »durchschnittlich« sind…

  • Spargel pflanzen

    Bei der Frage in meinen Kursen und Führungen nach »mehrjährigem Gemüse« kommt neben Rhabarber dann auch bald der Spargel. Ja, ein wunderbares, mehrjähriges Gemüse. Einmal pflanzen, zehn Jahre oder mehr ernten. Was kann schöner sein? Und ja, ganz von alleine wächst diese Wunderpflanze auch nicht: Unkrautschutz, Kompost, Wasser brauchen die Pflänzchen auch zum Gedeihen. Wir haben die Pflanzen selbst aus Samen vorgezogen und zwei Jahre im Marktgarten aufgepäppelt. Jetzt finden sie ihren ersten Platz im Waldgarten – denn erst im Herbst wird eine richtig große Fläche durch die diesjährige Abdeckung mit Bändchengewebe vorhanden sein, um großflächig zu pflanzen. Aber jetzt freuen wir uns auf eine erste kleine Grünspargelsaison – in…

  • Unkraut keimt

    Jaja, das »böse« Unkraut. Vorige Tage die Frage eines helfenden Gastes, ob das nicht einfach so wachsen dürfte – das wäre doch dann Permakultur. Nun, hmm, nee, das möchte ich eigentlich nicht. So unkontrolliert jedenfalls. Schon unglaublich bis wunderbar, wie es überall anfängt zu keimen. Auch interessant: Was sind die Pioniere (des Wandels) in meinem Waldgarten? Aber natürlich heisst es bald: mulchen, mulchen, mulchen. Das ein oder andere darf sich evtl weiter entwickeln und wird als Bodenbedecker genutzt, wie z.B. die Taubnessel, die überall auch am keimen ist.

  • Weißklee

    Ich find ja Weißklee als Untersaat ziemlich interessant. Bodenbedeckend, Stickstoff speichernd, blühend, grün. Hier habe ich aus herbstlichen Quickpot-Beständen eine erste Pflanzung für den Meerkohl (Crambe maritima) gemacht. Ist eine besonders kleinwüchsige Sorte (»Hebe«), denn sie soll ja die Hauptkultur nicht stören.

  • Noch eine Reihe Winterlinden

    Im Herbst habe ich eine Reihe Winterlinden gepflanzt. Die Blätter sind bis in den Sommer hinein sehr schmackhaft, und kommen in Salat, Pesto und Smoothie-Pulver. Gleichzeitig soll die Reihe Windschutz geben. Jedoch: Ich will ja nicht auf 8m Höhe ernten. Also habe ich sie gekappt, auf 1.50-1.80m, was wiederum den Windschutz mindert. Und mal schauen wie »heckig« die Pflanzen werden. Um dann doch einen durchgängigeren Schutz zu erreichen, habe ich mich entschlossen eine zweite Reihe zu pflanzen. Damit soll der Bereich dann doch mit der Zeit dichter werden, und gleichzeitig kann zwischen den Reihen ein anderes Kleinklima entstehen, evtl. auch noch mit zwei, drei Bäumen mit Kronen im »Mittelgang«. Da…